Eurovision Song Contest begeistert - mit Sound von Sennheiser
"Wir möchten den Song Contest nicht einfach nur übertragen, wir möchten ihn mit Europa teilen", hatte Hasse Lindmo, der Produzent des Contests beim NRK, anlässlich der Vorstellung des Mottos "Share the Moment" gesagt.
Und dieses Versprechen hat der Sender mehr als eingelöst. Audiospezialist Sennheiser war in diesem Jahr zum 23. Mal für die drahtlose Mikrofon- und Monitortechnik des Mega-Events verantwortlich - mit dem größten Drahtlossystem, das je bei einem Song Contest eingesetzt wurde.
18.000 Zuschauer waren bei der Livesendung aus der Telenor-Arena in Oslo dabei, 125 Millionen fieberten an den Bildschirmen in ganz Europa mit, als "Lovely Lena" und ihr Song "Satellite" mit 246 Punkten gewannen, gefolgt von der türkischen Band maNga mit "We Could Be the Same" auf Platz zwei und den rumänischen Teilnehmern Paula Seling & Ovi mit "Playing with Fire". Moderiert wurde die Show von Erik Solbakken, Haddy Jatou N"jie und Nadia Hasnaoui, zu den prominenten Gästen des Europa-Spektakels gehörten auch Kronprinz Haakon und seine Frau.
Ganz Europa blickt auf Oslo
Das Finale war der große Höhepunkt eines monatelangen Mammutprojekts für den verantwortlichen Sender NRK, die Europäische Rundfunkunion EBU, den Beschaller AVAB CAC und Sennheiser Nordic A/S, die mit HF-Spezialist Jonas Næsby ihren Mann in Oslo stellten. Neben dem zu leistenden kreativen Part waren der technische und der logistische Aufwand des NRK immens: Eine Crew mit rund 1.000 Mitarbeitern kümmerte sich um Künstler, Aufbau und Ideen; in 200 Lastwagen wurde die Bühnen-, die Licht- und die Übertragungstechnik schließlich in die Arena geschafft. Eine fast 1.000 Quadratmeter große Bühne, durch flexible Bühnenelemente und Beleuchtung dem jeweiligen Song anpassbar, erwartete die Teilnehmer, von denen nach zwei Vorentscheiden 25 im Finale standen.
Für die Sendung wurde ein komplett neues Sennheiser-System zusammengestellt. "Alle Geräte durften sich darum erst einmal "einlaufen"", berichtet HF-Experte Jonas Næsby. "Bei einem so wichtigen Event - ganz Europa hat auf Oslo geblickt - muss alles 100%ig klappen, alles Equipment haben wir vorher gründlich getestet." Gelassenheit brachte der Empfänger EM 3732-II ins Spiel: "Früher brauchten wir Empfänger in verschiedenen Frequenzbereichen", sagt Næsby. "Jetzt programmieren wir am -II-Modell einfach die Frequenz, denn der neue Empfänger hat eine Schaltbandbreite von rund 180 MHz."
Für die Künstler hatte Sennheiser Nordic eine bewährte Combo im Gepäck - den Handsender SKM 5200 mit der Neumann-Kapsel KK 105 S. Diese hat Supernieren-Charakteristik, ist robust und unterdrückt ausgesprochen effizient Poplaute und Griffgeräusche. Wer für seinen Auftritt beide Hände frei brauchte - wie etwa Sofia Nizharadze aus Georgien - sang mit dem Taschensender SK 5212 und dem neuen Earset 4-Mikrofon, das Umgebungsgeräuschen und Rückkopplungen trotzt. Gesteuert und kontrolliert wurden die 64 Mikrofon- und 26 Monitorsysteme über den Wireless Systems Manager. Für die Künstler kamen Monitorsysteme der 2000er Serie mit Adaptive-Diversity-Empfängern zum Einsatz; über 80 weitere IEM-Empfänger hatte Sennheiser Nordic für Kommunikations- und Monitorzwecke am Start: für die Kameraleute, die Stage Manager und die Mitglieder der Länderdelegationen.
Neues Konzept fürs Monitoring
Auch bei den Künstlern sorgte der "Knopf im Ohr" für Begeisterung. Viele von ihnen kamen beim Eurovision Song Contest das erste Mal mit dieser Art des Monitoring in Berührung. Nicht nur bei den Proben wurde der Feineinstellung des Monitoring viel Raum eingeräumt. Für den großen Final-Abend hatte sich der NRK ein besonderes System ausgedacht, das Künstler und Toningenieure gleichermaßen begeisterte - und außerdem den schnellen Songwechsel - es waren nur jeweils 30 Sekunden bis zum nächsten Titel - erst möglich machte.
Im Backstage-Bereich warteten jeweils drei Länder auf den Auftritt; während ein Song lief, wurde bereits vom übernächsten Künstler die erste Zeile angesungen und der Monitorsound gegebenenfalls den anderen Bedürfnissen des Final-Abends angepasst. Der Mix wurde dann einfach von der Backstage-Monitorkonsole auf die Monitorkonsole der Bühne übertragen. Mit der Gewissheit, dass das Monitoring perfekt eingestellt ist, konnten sich die Teilnehmer dann ganz ihrer Musik und ihrer Bühnenshow widmen.
Redundanz ist Trumpf
Für die Live-Sendung hielten der NRK und AVAB CAC sämtliche technischen Einrichtungen zweifach bereit, begonnen bei den Monitor- und FOH-Pulten bis hin zum Übertragungswagen, dem ein zweiter Van mit Backup-Konsolen für Video und Musikmix beigestellt wurde. Die Abmischung erfolgte dabei in Stereo und im 5.1.-Format.
Auch Jonas Næsby hatte Backups für alles dabei - und drei komplette Antennensysteme: "Eines davon lief nur zur Sicherheit mit, damit wir immer noch zwei laufende Systeme hatten, wenn bei einem ein Fehler auftreten sollte." Ein detaillierter Frequenzplan umschiffte die potentiellen Störquellen. Insbesondere die LED-Arrays - ein Fest für die Augen der Fans - sind nicht gerade des Toningenieurs Lieblinge. Der Grund: LEDs - bei diesem Song Contest war sogar ein LED-Kleid mit dabei -, Dimmer und synchronisierte Lichteffekte senden fast im kompletten Frequenzspektrum Signale aus, vom Mittelwellen- bis weit in den Gigahertzbereich. Hinzu kommen digitale Fernsehsender, das Drahtlos-Equipment von berichtenden Fernseh-Teams, digitale Multiplexer und die Walkie-Talkies der Sicherheitsmitarbeiter.
Share the Moment
Das Motto "Share the Moment" erfüllte das norwegische Fernsehen phantasievoll mit Leben. Dazu hatte sich der Sender mit dem "Euro-Dance" zur Musik von Madcon auf den großen öffentlichen Partys und in Flashmobs etwas ganz Neues einfallen lassen. Mit den Bildern tanzender Menschen fing der NRK die Lebensfreude der Zuschauer ein und zeigte ein in der Musik vereintes Europa.
Gaute Nistov, Leiter für den Ton bei NRK, resümiert: "Die Sennheiser-Funktechnik hat wieder einmal einfach perfekt funktioniert - und das war wahrscheinlich das komplexeste HF-Setup, das wir je bei einem Eurovision-Finale hatten. Ich möchte besonders Jonas Næsby danken, der alles so umsichtig plante."
Quelle: Pressemeldung Sennheiser electronic GmbH & Co. KG
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