Pfadfinder von BMW
Detailliertere Informationen zu solchen Zielgebieten sind im Fahrzeug heutzutage leider nicht verfügbar - noch. Spezialisten der BMW Forschung und Technik GmbH haben sich des Themas angenommen, um BMW Fahrern mehr Souveränität und Komfort zu ermöglichen.
Detailliertere Kartendarstellung in komplexen Zielgebieten.
Im Forschungsprojekt microNavigation erschließen die Experten ein vollkommen neues Potenzial der Zielführung. In dem BMW 3er, den die Forscher als Prototypen nutzen, können komplexe abgeschlossene Zielgebiete, welche nicht oder nur unvollständig durch Straßenkarten in heutigen Navigationssystemen abgedeckt werden, mit einer detaillierteren Kartendarstellung in großem Maßstab visualisiert werden. Der Autofahrer wird mit dieser erweiterten Navigationslösung am Ende der herkömmlichen Zielführung nicht alleine gelassen. Selbst außerhalb des Fahrzeugs wird er über ein mobiles Gerät zum gewünschten Ort geleitet, aber auch wieder zum Fahrzeug zurückgeführt. "Durch die realitätsnahe Abbildung beispielsweise eines komplexen mehrstöckigen Parkhauses mithilfe einer microNavigation-Karte im Central Information Display des Forschungsprototypen hat der Benutzer einen klaren Navigations- und Informationsvorteil, der weit über das gewöhnliche Angebot einer Straßennavigationslösung hinausgeht.", erklärt Carsten Isert, Projektleiter microNavigation bei der BMW Forschung und Technik GmbH.
Im Detail funktioniert das wie folgt: Zu Hause am PC kann sich der Fahrer schon vorab über sein Reiseziel informieren. Gibt es zu einem Zielgebiet eine sogenannte microMap, so wird dem Fahrer diese automatisch angeboten und er kann sein Ziel innerhalb der microMap auswählen. Dieses Ziel wird automatisch mit den Kartendaten an sein Fahrzeug übertragen und ergänzt dort die vorhandene Navigation. Natürlich können microMaps zukünftig auch unterwegs spontan im Fahrzeug heruntergeladen werden. Die Forscher entwickelten zudem eine spurgenaue Positionierung des Fahrzeugs, indem sie Kamerainformationen, GPS-Koordinaten und Kartendaten vernetzen. Auf einer spurgenauen Route wird der Fahrer dann zu seinem Ziel - beispielsweise einem freien Parkplatz in der Nähe des bestgelegenen Aufzugs - geführt. Detaillierte Karten in Kombination mit einer parkplatzgenauen Positionierung unterstützen den Fahrer im Parkhaus bei der Orientierung und der Fahrt. Nach dem Abstellen des Fahrzeugs können die Daten an das mobile Endgerät des Fahrers übertragen werden und helfen damit bei der durchgängigen Navigation auch zu Fuß in komplexen und bisher unbekannten Zielgebieten. "Durch die microNavigation ist es möglich, den Fahrer bei seiner Fahraufgabe, aber auch am Zielort, maßgeschneidert zu unterstützen und somit die Souveränität und den Komfort deutlich zu erhöhen.", sagt Robert Hein, Leiter Navigation und Datendienste der Zukunft bei der BMW Forschung und Technik GmbH.
Langjährige Erfahrung in der Entwicklung von Navigationssystemen.
Der Vorsprung, den heutige BMW Navigationssysteme sowohl gegenüber Nachrüstlösungen als auch im Vergleich zu fest im Fahrzeug verbauten Systemen anderer Automobilhersteller aufweisen, resultiert nicht zuletzt aus langjähriger Erfahrung. Als erster Hersteller in Europa führte BMW schon 1994 ein integriertes Navigationssystem in einem Serienfahrzeug ein. Dies war einer der Grundsteine für innovative Systeme zur Vernetzung des Fahrzeugs mit seiner Umwelt, die heute unter dem Namen BMW ConnectedDrive zusammengefasst sind. Um die Führungsposition auf diesem Gebiet weiter auszubauen, setzt BMW die Weiterentwicklung seiner Navigationssysteme konsequent fort. Dabei steht die Entwicklung innovativer Zusatzfunktionen zur Steigerung der Sicherheit und des Komforts im Mittelpunkt. Mit dem Forschungsprojekt microNavigation leistet auch die BMW Forschung und Technik GmbH einen wichtigen Beitrag dazu.
Die BMW Forschung und Technik GmbH ist eine hundertprozentige Tochter der BMW Group und verantwortet seit 2003 die Forschungsthemen VehicleTechnology, CleanEnergy (Wasserstofftechnik), EfficientDynamics (intelligentes Energiemanagement/alternative Antriebe), ConnectedDrive (Fahrerassistenz/aktive Sicherheit) und ITDrive (IT-Architektur und Kommunikationstechnologie). Die rechtliche Eigenständigkeit als GmbH garantiert kreativen Freiraum und ein Maximum an Flexibilität. Der weltweite Zugang zu Trends und Technologien wird durch ein international etabliertes Netzwerk mit den Stützpunkten Palo Alto und Clemson (USA), Tokio (Japan) sowie den Liason Offices mit Eurécom (Sophia Antipolis, Frankreich) und dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz(DFKI GmbH, Saarbrücken) sichergestellt.
Quelle: Pressemeldung BMW AG
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